Vita

Geboren und aufgewachsen in Baku, Aserbaidschan.
Sie spielte bereits als Siebenjährige auf dem Konzertpodium, mit elf Jahren trat sie erstmals mit einem Sinfonieorchester auf, mit dem sie das Klavierkonzert d-Moll von Mozart aufführte.
Zuletzt trat Fidan Aghayeva-Edler solo in der Konzertreihe «musica reanimata» im Konzerthaus Berlin auf. Weiterhin spielte sie beim Festival für zeitgenössische Musik «Impuls» (Sachsen-Anhalt). Im Frühjahr 2019 war sie im BKA Theater Berlin in der Konzertreihe «Unerhörte Musik» zu hören, sie präsentierte ausschließlich Musik von Komponistinnen. Im Herbst 2019 nahm sie als Lied-Duo-Besetzung beim Dramatic Voices Program Berlin teil.
Als Solistin und mit Ensemble war sie unter anderem in der Berliner Philharmonie, in der Waldbühne Berlin, im Musikinstrumentenmuseum Berlin, im Steintor Varieté Halle, in der Moritzburg Halle, in der Grieghallen Bergen, im Moskauer Konservatorium in Rachmaninovs Halle zu sehen. Sie stand gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Berlin, Andrea Bocelli und Ellmer Trio, dem Ruby Chisel Trio, dem Xenon-Ensemble, dem Akos Quartett, Yvonne Friedli, Margarete Huber, Meredith Bloomfield, Yuko Kaseki, Moon Suk, Marketa Yanouskova und Karra Duchi auf der Bühne.

Als Solistin spielte sie mit dem Staatlichen Symphonieorchester Aserbaidschans und der Philharmonie Bergen. Als Solo-Pianistin wurde sie zum Impuls Festival (2014 und 2019), dem Aurora Festival Sweden (2017), dem ICPA Festival (2017), den Händelfestspielen (2015), dem Festival «Verfemte Musik» Schwerin (2014), dem internationalen Festival Sobiraem Druzey, Moskau ( 2011), dem Borealis Festival (2010), den Bergen Festspillene (2011) und der internationalen Woche der Konservatorien, St. Petersburg (2007) eingeladen. Sie ist Gewinnerin des permanenten internationalen Wettbewerbs für Klavierkreativität (2017).
Sie studierte Klavier an der Baku Music Academy bei Prof. Oqtay Abaskuliev, an der Grieg Academy in Norwegen bei Prof. Einar Röttingen und an der Martin-Luther-Universität in Halle bei Prof. Jochen Köhler, die sie jeweils mit Auszeichnung abschloss. Sie erhielt musikalische Impulse von Marino Formenti, Josep Colom, Leif Ove Andsnes, Jerome Loewenthal und Peter Donohoe.
Fidan Aghayeva-Edler nahm 2 CDs auf: 2016 «Klavierwerke», Musik von Wolfgang Stendel & Ernst Krenek als Ensemble-Mitglied, und 2019 eine Solo-CD «Verbotene Klänge: Sechs Suiten» unter dem Label Kreuzberg Records mit der Musik von A.Schönberg, E. Krenek, B. A. Zimmermann, E. Schulhoff, U. Mamlok und V. Shlonsky. Die Solo-CD enthält die erste Aufnahme der Suite «Pages from the Diary» der israelischen Komponistin Verdina Shlonsky.
Fidan Aghayeva-Edler entdeckt immer wieder neue musikalische Sphären, wie improvisierte Performances (Solo oder im Ensemble) mit erweiterten Klaviertechniken und realisiert interdisziplinäre Projekte (u.a. mit Poesie und Tanz). Außerdem spielt sie im Film: 2019 «Fabian» (Reg. Dominik Graf) als Kabarettpianistin mit Musik von J. Brahms und E. Schulhoff.
Fidan Aghayeva-Edler arbeitet eng mit lebenden KomponistInnen zusammen: mit Sarah Nemtsov, Aziza Sadikova, Margarete Huber, Jakob Diehl, Naomi Pinnock, Mayako Kubo, Sebastian Elikowski-Winkler, Wolfgang Stendel, Turkar Qasimzada und Ayaz Qambarly, um nur einige zu nennen.
Sie hat ein Repertoire mit einer Vielzahl von Komponisten und Stilepochen, ihr Fokus und Interesse liegt auf der Wiederentdeckung von Musik verfolgter Komponisten. Sie bemüht sich Musik von Komponistinnen in ihre Konzertprogramme aufzunehmen.